Foto eines Smartphones

tiny soundscapes auf dem Smartphone

Webbasierte GPS-APP (Android und IOS) für einen Audiomix Spaziergang im Fredenbaumpark. Diese eigens für die Ausstellung tiny landscapes entwickelte WebAPP erweitert den Ausstellungsraum über die Galerie im Depot hinaus in den nahen, nördlich vom Depot gelegenen Fredenbaumpark. Abhängig von der GPS-Position der ZuhörerInnen werden verschiedene Audio-Artefakte (Fieldrecordings von Heike Kollakowski und Andreas Bischoff und Klangkunst von Andreas Bischoff) abgespielt. Dabei werden verschiedene Soundquellen abhängig von der relativen Entfernung der ZuhörerInnen ineinander gemischt, so dass abhängig von dem individuell gewählten Wegen unendlich viele Sound-Mixe „erlaufen“ werden können.
Die Installation wird im Rahmen der „LaborART Depot – tiny landscapes“ noch um weitere Audio-Artefakte erweitert und wird über den Ausstellungszeitraum hinaus dauerhaft nutzbar bleiben.

Screenshot der WebApp tiny soundscapes.

Screenshot der WebApp tiny soundscapes. Die grünen Kreise visualisieren die Position der Soundquellen.

Anleitung:
Nach laden der WebAPP (in der Ausstellung auch per WLAN, dort ist Freifunk verfügbar) bitte die Option „GPS aktivieren“ unten auf der mobilen Seite an-haken. Es dauert dann eine kleine Weile, bis die Position erkannt worden ist. Die grünen halbdurchsichtigen Kreise auf der Karte repräsentieren die Audioquellen im Fredenbaumpark. Bitte stellen Sie eine mittlere Lautstärke ein und verändern Sie diese nicht mehr. Die Lautstärkeschwankungen sind beabsichtigt. Am besten funktioniert der Audiospaziergang mit einem Kopfhörer.
Der Webapp muss das Recht auf den Standortzugriff gewährt werden. Der verwendetet Webbrowser fragt automatisch beim ersten Aufruf nach. Sollen Sie sich in der Karte „vernavigiert“ haben, laden Sie die Seite einfach neu.

Android: Hier muss zusätzlich die „Google Standortgenauigkeit“ aktiviert werden („Einstellungen“ – „Standort“ – „Google Standortgenauigkeit“ – aktivieren) und dem verwendeten mobilen Webbrowser (Chrom/Firefox,etc) per „App“ – „Rechte“ der Zugriff auf die genaue Position (hohe Standortgenauigkeit) gewählt werden

IOS: Hier muss die Berechtigung unter „Datenschutz“ – „Ortungsdienste“ einschaltet werden.

Präsentation in der Austellung: In der Ausstellung kann die GPS-Position der ZuhörerInnen über Cursor-Tasten der Minitastatur simuliert werden. Verwenden Sie bitte den bereitliegenden Kopfhörer.

Präsentation in der Ausstellung mit fake-GPS. Die Position wird durch Cursor-Tasten variiert.

Präsentation in der Ausstellung mit fake-GPS. Die Position wird durch Cursor-Tasten variiert.

Gemeinsam mit Gode Klingemann und Heike Kollakowski lade ich herzlich zur Ausstellung “tiny landscapes” im Rahmen der neuen Ausstellungsreihe “laborARTdepot” ein.

*Ausstellungszeitraum:*
DO 18.01.2024 – SO 28.01.2024

*Öffnungszeiten:*
MO bis MI geschlossen
DO & FR 17:00 – 20:00 Uhr
SA & SO 15:00 – 18:00 Uhr

*Vernissage:*
18.01.2024 19:00 Uhr

*Finissage:*
28.01.2024, ab 15 Uhr

*Ort:*
Galerie im Depot, Immermannstraße 29, Dortmund

*Eintritt:*
frei!

„tiny landscapes“ wird einen künstlerischen Blick auf den Klimawandel und seine konkreten Auswirkungen auf die uns im städtischen Umfeld umgebene Natur lenken. Die Ausstellung zeigt ineinandergreifende Bilder, Zeichnungen, Video-, Sound- und Rauminstallationen, die Zusammenhänge in der Natur erfahrbar machen. Die gemeinsame Installation der Gruppe K4plus1 schafft eine Atmosphäre, die die Besucher*innen mitnimmt und eintauchen lässt in eine Welt, die ganz nah vor unserer Haustür stattfindet. Dabei wird die neue Reihe labortARTdepot erprobt, die durch den Laborcharakter zum kontinuierlichen, kreativen Wachstum der Ausstellung führt. Dadurch wird ein Raum für Experimente geschaffen.

Foto: Wilko Maiborg für das Depot

Foto: Wilko Maiborg für das Depot

K4plus1 – das sind Gode Klingemann (Malerei, Installation, Digitale Medien), Heike Kollakowski (Installation, Malerei, Grafik, Zeichnung und Schriftkunst) und Andreas Bischoff (Digitale Medien, Sound, Fotografie). Eine Gruppe von verbummelten Bohemiens, die sich für das Projekt „tiny landscapes“ zusammengetan haben.

Der Nordstadtblogger dazu: https://www.nordstadtblogger.de/die-ausstellung-tiny-landscapes-offenbart-einen-blick-auf-die-natur-im-staedtischen-raum/

Rahmenprogramm während der Ausstellung:

20.01.24, 16:00 Uhr in der Galerie, Vortrag:
“Stadt, Land, Fluss – Nordstadt”, Maßnahmen des Umweltamtes schaffen nicht nur ein gesundes Umfeld, sondern auch ein richtig gutes Gefühl hier zu Hause zu sein. Michael Leischner, ehemaliger Abteilungsleiter im Dortmund Umweltamt, erzählt aus seiner über 30 jährigen Tätigkeit zu Projekten im Dortmunder Norden.
Ohne Anmeldung, begrenzte Platzzahl, Eintritt frei.

21.01.24, 16:00 – 17:00 Uhr in der Galerie, fortlaufende Präsentation:
“Microgreens – Landscapes für die Fensterbank”, Daniel Pawlak-Gast vom NABU Dortmund zeigt, wie man Microgreens für zu Hause herstellt und lädt zum Mitmachen ein.
Fortlaufende Präsentation, ohne Anmeldung, Eintritt frei.

Im Rahmen der Extraschicht, der Nacht der Industriekultur 2023, ist das Depot Dortmund ein Spielort und öffnet die Ateliers der ansässigen Künstler. Heike Kollakowski und meine Wenigkeit nehmen auch teil und öffnen das Büro 14. Unsere gemeinsamen Atelierräume im Depot Dortmund, Immermanstr. 29, 44147 Dortmund sind ab 18 Uhr am 24.06.2023 geöffnet.

Meine Arbeit für die Extraschicht 2023 heißt “C. Lindner künstlich intelligent”, stammt aus meiner aktuellen Reihe “Kunst und Intelligenz” und ist ein künstlerisches Deep Fake, dass sich kritisch mit den Positionen der FDP auseinandersetzt. Was wäre wenn Christian Lindner plötzlich künstlich intelligent würde, naturwissenschaftliche Fakten verstehen und seine falschen Positionen in der Klimapolitik hinterfragen würde? Das beantwortet diese Video-Installation. Außerdem soll der heute viel zu einfache und gefährliche Einsatz von KI für Deep Fakes hinterfragt werden und die Betrachter zum Nachdenken anregen. Das künstliche Intelligenz und gute Argumente einen Politiker überzeugen können, wird aber wohl eine Utopie bleiben.

C. Lindner künstlich intelligent - ein Art Deep Fake

C. Lindner künstlich intelligent – ein Art Deep Fake

Da ich ein Deep Fake Video nicht ins Netz stellen möchte, ist hier nur ein Screenshot zu sehen.
Ich habe mehrere Neuronale Netze (KIs) verwendet, um das Art Deep Fake zu erstellen. In einem ersten Schritt habe ich eine Text-to-Speech (TTS) KI mit öffentlich zugänglichen Sprachsamples von C. Linders Homepage gefüttert, um ein Sprachmodell mit C. Lindners Stimme zu trainieren. Schon mit zwei Samples a 5 Minuten konnte ich eine erschreckend gute Sprachqualität erzielen!

Die trainierte Stimme habe ich nun (meinen) folgenden Text sprechen lassen:

“Ich leiste Abbitte: Durch künstliche Intelligenz kann ich nun verstehen was es mit dem Klimawandel auf sich hat. Alle meine bisherigen Einlassungen zur Energiewende waren falsch und die Positionen der FDP zur Klimapolitik sind völlig kontraproduktiv. Ich werde meine Mitgliedschaft in der FDP beenden, da dort Positionen vertreten werden, die die Wissenschaft leugnen und nur Lobby- und Partikularinteressen dienen.

Ich werde meinen Porsche verschenken und durch ein Lastenfahrrad ersetzen. Ich sympathisiere nun mit den Positionen der letzten Generation und hoffe, dass die Menschheit und die deutsche Zivilgesellschaft zu einer Umkehr zugunsten einer nachhaltigen Klimapolitik bewogen werden kann. Verbrennungsmotoren haben auch mit Wasserstoff keine Zukunft.
Das ist ein physikalischer Fakt, den man nicht verleugnen kann. Wir müssen uns auf öffentlichen Personennahverkehr mit E-Mobilität konzentrieren.

Das Wohl von Vielen wiegt schwerer als das Wohl von Wenigen oder eines Einzelnen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.”

Der vorletzte Satz ist ein Zitat von Mr. Spock aus Star Trek, der sich als Kunstfigur des logisch denkender Außerirdischen (Vulkanier) sehr viel menschlicher und mitfühlender zeigt, als es ein rücksichtsloser, das Individium betonender C. Lindner in der Realität ist.

Die daraus erzeugte Audiodatei habe ich dann verwendet, um ein freigestelltes Foto von C. Lindners Webseite mit einer KI zu animieren. Das Ergebnis sieht täuschend echt aus und wurde auf der Extraschicht gezeigt.

Mit Kurzdistanzbeamer präsentiert

Mit Kurzdistanzbeamer präsentiert

Offline auf Ausstellungen werde ich das finale Video weiterhin gerne zeigen.

So sehr mir Lindners Positionen politisch missfallen, letztlich ist auch er ein Demokrat, der eine sehr vernünftige Haltung zur AFD im Osten vertritt. Mit der großartigen Sarah Bosetti muss ich C. Lindner hier auch einmal loben.

Wer wie ich für die Letzte Generation spenden möchte, kann das hier tun.

Und ein Statement bei den “Offenen Ateliers” zum Ukraine-Krieg als Installation:

 


Stop-War-Installation. Linienverfolger Roboter in Panzerform. Danke an Heike Kollakowski für den Schriftzug.

Eine weitere Arbeit für die offenen Ateliers 2022 in Dortmund ist das Gießkannenprinzip. Hier nutze ich eine mit Wasser gefüllte Metallgießkanne, die sehr interessante Resonanzen hervorruft mit verschiedenen Aktoren und einem Kontaktmikrofon zur Klangerzeugung für einen Drohne-Sound. Ein Gitarrenverstärker, ein Effektgerät und ein kleiner Synthesizer komplettieren die Soundinstallation. Visuell unterstützt wir die Installation durch eine soundabhängige Echtzeitvisualisierung mit Hilfe einer FFT (Fast Fourier Transformation) in Processing.

Das Gießkannenprinzip

Das Gießkannenprinzip

Für die Offenen Ateliers Dortmund 2022 habe ich u.A. die Arbeit “CrYpTo PuNk” realisiert. Sie setzt sich kritisch mit dem NFT-Crypto Hype auseinander.

Ein aktueller Trend in der digitalen Kunst ist die Verwendung von NFTs (Non Fungible Tokens), die als digitale Repräsentation eines physischen Gegenstandes in einer Blockchain festgehalten werden. Die Idee dahinter ist, den Besitz digitaler Kunstwerke nachzuweisen, welche, weil digital, beliebig kopiert und reproduziert werden können. Damit soll auch der Handel mit digitalen Werken ermöglicht werden. Der Besitz wird anonym durch einen kryptografischen Hash-Wert (eine Art Prüfsumme, die für jede Datei einen unterschiedlichen Wert hat) nachgewiesen, der in einer Blockchain vor Veränderung geschützt ist. In einer Blockchain, wenn sie denn öffentlich verfügbar ist, können Werte und Transaktionen nicht mehr geändert werden, ohne das die Änderung nachweisbar ist (die Blockchain wird ungültig). Ursprünglich wurde die Blockchain-Technologie für Kryptowährungen (z.B: Bitcoin oder Ether) eingesetzt, was zu spekulativen und sehr umweltschädigenden Effekten geführt hat, da Transaktionen und die Erzeugung von neuen Bitcoins (Mining) sehr viel Rechenleistung und somit Energie erfordert (proof of work).

NFTs können auch nur einen URL (Weblink) zu dem digitalen Werk enthalten. URLs können sich aber ändern, bzw. der Inhalt kann verschwinden! Das wurde beispielswise genutzt um den ersten NFT-Hack zu realisieren: Nach dem Kauf eines digitalen Werkes änderte es sich für den Käufer in ein anderes Bild.
Ein NFT beweist ebenfalls nicht, dass der Autor des Werkes wirklich derjenige ist, der angegeben wird. Digitale Werke von Künstlern wurden kopiert und als eigene Werke in NFT-Verkausfbörsen eingestellt. Der spektakuläre NFT-Hype (Bored Ape Yacht Club) hat auch dazu geführt, dass viele freie Algorithmen für generative Kunst verwendet worden sind um Inhalte zu generieren und zu monetarisieren ohne die Autoren der Algorithmen zu beteiligen. Der aktuelle NFT-Hype basiert auf Schneeball- und Betrugssytemen (NFT-Scam). Sie auch https://de.wikipedia.org/wiki/Non-Fungible_Token#Kritik .

Blockchain Hashes stilecht auf einen Bondrucker präsentiert

Blockchain Hashes stilecht auf einen Bondrucker präsentiert

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit dieser Thematik auseinander und fügt automatisch Fotos einer Webcam zu einer eigenen Blockchain, die rechenzeit- und resourcenschonend arbeitet, hinzu. Der „Wert“ der entstehenden digitalen Artefakte ist (wie auch bei NFTs) rein virtuell und der Betrachter kann sich einen Bondruck eines Thermodrucker mitnehmen, der mit einen kryptografischen Hash in rer robotnet-Blockchain beweist, dass er „Besitzer“ des Artefaktes ist. Das digitale Artefakt wird automatisiert auf die öffentlich einsehbare robotnet-Blockchain hochgeladen:

https://www.pediaphon.org/~bischoff/blockchain/index.html (die Bilder sind verlinkt)

Die Software für die Blockchain basiert auf „bashchain“ und ist für das Projekt so modifiziert werden, dass MD5-hashes der Fotos in die Blockchain integriert werden.

https://github.com/rothgar/bashchain
Kritische Infos zu Cryto Art und NFTs finden sich auch in der aktuellen Datenschleuder des CCC:
https://ds.ccc.de/pdfs/ds105.pdf

Ich besitze die Ausgabe der Datenschleuder 105 als Print-Version. Die Online-Versionen erscheinen verzögert in unregelmäßigen Abständen. Also bitte etwas Geduld, wenn der Link aktuell noch nicht funktioniert.

Pünktlich zum rC3 ist mir eingefallen, dass ich mir die ganzen Vorträge auch ein bisschen mobiler anschauen könnte, d.h. frei beweglich und vor allem mit freien Händen. Einerseits habe ich mir dazu eine Smartphone-AR Halterung geordert, die allerdings immer noch unterwegs ist. Andererseits habe ich mich auch an meinen Xybernaut Wearable Computer erinnert, der allerdings nur über eine steinalte Celeron CPU (von ca. 2001) verfügt und nur unter Windows NT flüssig läuft. Dieser Rechner verfügt über ein cooles HMD, dass allerdings über einen proprietären Mini-Centronics-Stecker mit dem Rechner verbunden ist, weches das HMD auch mit Strom versorgt.

Ungünstigerweise benötigt das HMD zwei Spannungen, 5V und 15 V. Wegen der 5V bin ich auf die Idee gekommen, den USB-Port von Notebook oder Smartphone als Stromversorgung zu nutzen und mit einem DC/DC-Wandler die zusätzlich 15V aus 5V zu erzeugen.

Einem passenden DC/DC-Wandler, praktischerweise mit USB Anschluss habe ich hier gefunden:
https://www.amazon.de/gp/aw/d/B07QH1PRZP?psc=1&ref=ppx_pop_mob_b_asin_image
Die Ausgangsspannung muss sorgfältig mit einem mini Poti auf 15V eingestellt werden. Die 5V entmehme ich direkt auf der Platine am USB-Stecker. Vorsicht mit den Kabelfarben des mitgelieferten Ministeckers. Default-mässig ist beim Keenso Boost-Konverter-Modul Plus Schwarz und Minus Rot!

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Das Xybernaut HMD mit angelötetem VGA-Stecker und zusätzlicher USB-Stromversorgung.

Der Verdrahtung der VGA-kompatiblen Signale kann hier nachgelesen werden:
http://gizmosmith.com/2011/08/27/xybernaut-head-mounted-display-to-vga-hax/

Allerdings hat sich dort in der Beschreibung ein kleiner Fehler eingeschlichen. Der Mini-Connector hat oben (U1-U13) und unten (L1-L13) jeweils 13 Kontakte. In der Bescheibung auf der verlinkten Seite sind U13 und U12 irrtümlicherweise als U14 und U13 bezeichnet. D.h U14==U13, U13==U12.

Zur Sicherheit hier noch die korrigierte Tabelle:

Signal Name       Xybernaut  Wire Color             VGA Pin
Red               L4         Pink/Red (sparse)      3
Red ground        L3         Pink/Black (sparse)    6
Green             L2         Yellow/Red (sparse)    2
Green ground      L1         Yellow/Black (sparse)  7
Blue              U13        Gray/Red (sparse)      1
Blue ground       U12        Gray/Black (sparse)    9
H Synch           L6         White/Red (sparse)     13
V Synch           L7         White/Black (sparse)   14
Synch ground      U10        Pink/Black             10
+5V               U1         Gray/Red
+5V               U2         Yellow/Red
+5V               U3         White/Red
+15V              U5         Pink/Red
Digital ground    L13        Yellow/Black           5
Digital ground    L10        Gray/Black
Digital ground    L5         White/Black
Analog ground     U8         White
Headphone out     L12        Pink
Mic in            U7         Yellow
HMD Sense         L8         Gray                   11

 

Das Ganze erfordert ein wenig Geschick beim Löten, aber am Ende wurde ich mit einem VGA-HMD belohnt, dass per USB mit Strom versorgt wird. Es funzt ganz hervorragend mit meinem Lubuntu-Notebook. Das VGA-Display beherrscht nur die native Auflösung von 640×480 und kann noch kein Plug&Play, d.h. die Auslösung für das externe Display muss hier (Lubuntu) manuell mit ArandR eingestellt werden.

So sieht es für den Träger des HMDs aus. Der Nutzer sieht das Minidisplay über einen kleinen Spiegel, so dass wegen des verdoppelten Abstands ohne Anstrengung der Desktop oder die Anwendung betrachtet werden kann.

So sieht es für den Träger des HMDs aus. Der Nutzer sieht das Minidisplay über einen kleinen Spiegel, so dass wegen des verdoppelten Abstands ohne Anstrengung der Desktop oder die Anwendung betrachtet werden kann.

 

Getragen sieht das HMD verwegen aus und mein Corona-Haarschnitt tut ein übriges.

Cyborg-Look mit Xybernaut HMD

Cyborg-Look mit Xybernaut HMD

 

Ich meine mich zu erinnern, dass ich in den achtziger Jahren das erste Mal in einem Bericht von Michael Holzachs Buch „Deutschland Umsonst“ gehört hatte. Viele Jahre später habe es durch Zufall in der Dortmunder Stadtbibliothek gefunden, ausgeliehen, verschlungen und zwei Mal Überziehungsgebühren gezahlt, weil ich es eigentlich gar nicht wieder hergeben mochte.

Wie alle guten Bücher ist der Anfang wichtig, der mich sofort in die wahre Geschichte hineingezogen hat. Überhaupt handelt es sich bei dem Buch nicht nur um eine Sozialreportage, Kapitalismuskritik oder sonst wie schwere Kost, sondern auch ganz literarisch und philosophisch um eine Suche nach dem Sinn und dem Selbst. Und es ist eine Reiseerzählung, die viel über Deutschland aussagt. Auszüge aus dem Buch, mit Referenzen an die Emscher, sind hier zu hören.

Michael Holzach ist auf tragische Weise, während der Vorbereitungen zu einer Verfilmung seines Buches, bei der Rettung seine Hundes Feldmann aus der Emscher ums Leben gekommen. Besonders bewegt hatte mich eine Szene im Buch, die einen Traum beschreibt, der dieses Ereigniss vorwegzunehmen scheint.

Damals hatte ich recherchiert und herausgefunden, dass in der Nähe der Stelle des Unglücks, initiiert durch Michael Holzachs Lebensgefährtin Freda Heyden, eine Gedenktafel an der Emscher aufgestellt worden ist.

In der Corona-Krise kam mir das großartige Buch von Michael Holzach wieder in den Sinn und ich kaufte mir eine Neuauflage und habe es neu gelesen. Wieder musste ich zu dieser tragischen Geschichte recherchieren und fand die wunderbare Gedenk-Webseite zu Michael Holzach. Und leider auch einige Artikel über Vandalismus an der Gedenktafel. Im Gästebuch der Gedenk-Seite habe ich gelesen, dass nun leider an dieser Stelle an der Emscher gar keine Gedenktafel und kein Hinweis auf diesen großartigen Autor mehr vorhanden ist. Die Gedenktafel ist auf der Gedenk-Seite noch als PDF-Version zu sehen. Ich habe mich zu einer Guerilla-QR-Code-Aufkleberaktion entschlossen, um den Wanderern und Radfahrern am Emscherweg die Gelegenheit zu geben, Michael Holzach an diesem Ort zu würdigen. Vielleicht liest dann auch der ein oder andere Besucher Michael Holzachs Buch und  bekommt einen ganz neuen Blick auf Wohnungslose und Arme (besonders in Corona-Zeiten). Der Erlös des Buches wird übrigens, wie Michel Holzach in seinem Testament verfügte, an Brot für die Welt gespendet. Ein guter Mensch, der etwas bewegt hat für unser aller Zusammenleben!

 

Ein QR-Code für Michael Holzach

Ein QR-Code für Michael Holzach. Der QR-Code verlinkt auf die Michael Holzach Gedenk-Webseite.

Ich werde versuchen den QR-Code dort zu erhalten. Möglicherweise wird das ja ein Community Projekt und ein Leser aktualisiert den Aufkleber selbst (Ausdrucken, durchsichtiges Paketklebeband – fertig).:

QR-Code mit Link auf https://www.michaelholzach.de

QR-Code mit Link auf https://www.michaelholzach.de

Eine kleine Linkliste:

Die Gedenk-Webseite
Der Blogartikel des Emscher/Lippe-Verbands
Der Ort bei Openstreetmaps
Blogartikel von Miriam Witteborg zu Michael Holzach (auch viele infos zur Emschergeschichte, leider offline, daher Achive.org)
Das Buch bei Wikipedia

Am 25. April sollte die Ausstellung “Anne und Wir – Ein künstlerischer Dialog” im Kulturort Depot in Dortmund starten. Leider hat den beteiligten Künstlern und mir Covid19 einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Ausstellung wurde verschoben. Aber nun ist es soweit und beginnend am Freitag den 26.6. bis zum 12.7.2020 ist die Ausstellung nun in der “Galerie im Depot”, übrigens zeitgleich zur Ausstellung “Grafik aus Dortmund” in der Mittelhalle, zu sehen. Die Ausstellung ist eine Reminiszenz an Anne Fischer, die als Gründungsmitglied bis zu Ihrem Tod im Jahre 2001 im Depot gewirkt und gearbeitet hat. Sie beschäftigte sich mit konkreter Kunst und hat über 150 Siebdrucke hinterlassen. Die Kunst- und Kulturschaffenden im Depot haben sich die Aufgabe gestellt Ihre Arbeiten zu verfremden, ergänzen, bearbeiten oder eigenen Arbeiten gegenüberzustellen. So ist ein sehr spannender künstlicher Dialog entstanden, der Annes Arbeiten sehr unterschiedlichen künstlerischen Konzepten entgegenstellt.

anne_und_wir_99zwanzig

Mein Beitrag mit dem Titel “99zwanzig” zu “Anne und Wir” ist eine Computeranimation, die an einen Siebdruck angelehnt ist, der mir besonders gut gefällt. Mich hat es  gereizt, diese geometrische Studie algorithmisch zu animieren. D.h. es läuft kein Film ab, sondern die  Animation ist prinzipiell nicht vorhersehbar und folgt einem Kollisionsalgorithmus. Die Animation ist dabei absichtlich so verlangsamt, dass der Betrachter die Unterschiede nur wahrnehmen kann, wenn er die Arbeit länger betrachtet.

Meine Arbeit hängt direkt neben Arbeiten von Elke Emmert und Lutz Kämper, was mir sehr gefällt. Auch Heike Kollakowski ist mit dem “Ötel” dabei. Mein persönlicher Favorit ist übrigens die mixed-Media Arbeit von Maik Hester “der vibrierende Stuhl”. Chapeau!

Es gibt dazu auch ein Video auf Youtube, dass Volker Krieger erstellt hat. Aus Datenschutzgründen öffnet sich das Video erst beim Klick auf das Vorschaubild direkt in Youtube:

anne_u_wir

https://www.depotdortmund.de/3-anne-und-wir.html?date=2020-07-09-17-00

Termine:

26.6. bis zum 12.7.2020

Öffnungszeiten:

Do-Fr 17-20 Uhr

Sa-So 15-19 Uhr (geändert!)

Eintritt frei

Galerie im Depot

Immermannstraße 29
44147 Dortmund

Auch  dieses Mal sind Heike Kollakowski

"ile de silence" Audio-Video-Installation

“ile de silence” Audio-Video-Installation

und meine Wenigkeit wieder bei den #ona2019 dabei! Am 28.9.2019 ab 15 Uhr und am 30.9.2019 ab 11 Uhr im #KulturDepot in #Dortmund #kunst ist unsere gemeinsamen Installation “ile de silence” im Büro 14 im Depot in der Immermannstraße 29 in Dortmund zu sehen. Gemeinsames Thema ist die Natur. Von mir gibt es außerdem dazu passende Audio-Installationen, Fotos, Augmented Reality und ein Exponat in einem 3D-Panorama zu hören und zu sehen.

Aufbau robotnet für die #ONA19

Aufbau robotnet für die #ONA19

 

Screenshot: Exponat im 360 Grad Panorama - so hängt ein Werk von mit virtuell in der Eingangshalle der Uni Leipzig

Screenshot: Exponat im 360 Grad Panorama – so hängt ein Werk von mir virtuell in der Eingangshalle der Uni Leipzig ;-)