Beitrag zur Extraschicht 2017 – die Nacht der Industriekultur

Der Kulturort Depot ist wieder bei der Extraschicht 2017 dabei gewesen und die Ateliers der Künstler im Depot waren geöffnet. Und so haben auch Heike Kollakowski und ich am 24.6.2017 eine Extraschicht eingelegt und unser gemeinsames Atelier im Büro 14 des Depots geöffnet.

“data cloud” Videoinstallation

Ich habe dort meine neue Videoinstallation “data cloud” gezeigt, die WLAN-MAC-Adressen von Smartphones in WLAN-Reichweite und die von diesen Geräten gesuchten WLAN-Accesspoint als Datengrundlage verwendet.

Videoinstallation Data Cloud

Interaktive Videoinstallation “data cloud”

Die Installation startet mit einem leeren Screen und füllt sich interaktiv bei Annäherung von mit Smartphone ausgestatteten Betrachtern. Voraussetzung ist die eingeschaltete WLAN-Funktion auf den Smartphones der Besucher. Viele Smartphone-Nutzer haben diese Funktion ständig eingeschaltet und sind sich nicht bewusst, dass ihre Geräte so eine Datenspur hinterlassen und getrackt und wiedererkannt werden können. Die Installation soll den Betrachtern das allgegenwärtige Ausstreuen von personenbezogenen Daten bewusst machen und eine Sensibilisierung zu Datenschutz- und netzpolitischen Themen fördern.

Videoinstallation Data Cloud in der Rückprojektion

data cloud in der Rückprojektion

Und so sah die Rückprojektion von vorne aus.

Und so sah die Rückprojektion von vorne aus.

Erstmals habe ich die Installation mit zwei großen Beamern präsentiert.  Es gab sowohl eine Frontpräsententation mit einem Kurzdistanzprojektor als auch eine Rücktransformation auf Transparentpapier.

 

Das Technik-Backend

Das Technik-Backend

Audio-Pong

Da bei der Extraschicht immer sehr viel Publikum unterwegs ist, habe ich mir dieses Mal etwas Besonderes überlegt. Alternativ zu der großen Videoinstallation konnte ich ein Audio-Pong präsentieren, nachdem die von Heike Kollakowski im Rahmen der Extraschicht angebotenen Handlettering Workshops beendet waren. Das bekannte Pong-Spiel (eine Implementierung in Processing) habe ich um eine Audio-Steuerung ergänzt, die es ermöglicht, dass zwei Spieler per Mikrofon über die Lautstärke der Stimme Ihren Pong-Schläger steuern konnten. Dieses Konzept gab es übrigens schon einmal in den 70′er Jahren im Fernsehen unter dem Namen “Telespiele” moderiert von Thomas Gottschalk. Interessanterweise kannte keiner der Besucher diese Sendung. Ich hatte diese Installation schon einmal im Dezember 2014 bei einer Veranstaltung eingesetzt und später auf der 32C3 eine ähnliche Installation gesehen. Zur Geschichte von Pong gibt es derzeit aktuell noch ein Video in der ZDF-Mediathek zum Download (1,4GB, Die Amiga-Story, alternativ bei youtube).

Audio Pong mit Mikrofon Steuerung

Audio Pong mit Mikrofonsteuerung

Auch alte Computer / Telespiele sind meiner Ansicht nach Zeugnisse der Industriekultur. Den Besuchern und auch mir hat die Aktion sehr großen Spaß bereitet, da teils sehr lustige Laute zu hören waren ;-).

Das Datenfenster in der Galvanische Zone in der Shortcuts Videodokumentation

Es ist noch eine Videodoku zur galvanischen Zone bei Vimeo eingestellt worden. Ich verlinke hier direkt zum Timecode meines Datenfensters. Es lohnt die Doku auch von Anfang an zu schauen.

Credits im Video, Dank an Christan Spieß für die spannende Rückansicht ;-)

Das Datenfenster in der galvanischen Zone

Eine Variante meiner Observed-Installation war als Datenfenster in der galvanischen Zone, einem eineinhalbstündigen Audio-visuellen Parcours in der Essener Innnenstadt zu sehen. Die per Funkkopfhörer verteilte Audiospur der galvanische Zone forderte die Teilnehmer auf, sich vom Datenfenster scannen zu lassen, bevor ein Android der galvanische Zone den Zugang zu Lex Spielmanns Galerie “Alte Mitte” gewährte. Im Hinterhof der Galerie der Galerie war die nächste Station der galvanische Zone, eine mit einem Großbeamer animierte Fassade, zu sehen.

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Das Datenfenster scannt die Besucher der galvanischen Zone.

 

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Der Eingang der Galerie “Alte Mitte” bewacht von dem Datenfenster und den Androiden der galvanische Zone.

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Das Datenfenster der galvanische Zone scannt mich.

Die galvanische Zone wurde von dem Künstlerkollektiv Pluspolstadt (Teresa Grünhage, Matthias Plenkmann, Christian Spieß, Jens Maria Weber und Peter Eisold) realisiert. Ich habe mich sehr gefreut, dass meine Arbeit ein Teil der galvanischen Zone geworden ist. An den acht Terminen im November 2016 haben Gruppen von bis zu 50 Besuchern an dem einmaligen interaktiven Parcours / Installation / Audio / Video / Musik / Text / Performance / Projektion / Medienkunst / Theater / Roboter / Vergangenheit / Dokumentation / Zukunft / Parallelwelt / Realität, also einem eigentlich unbeschreiblichen Erlebnis teilnehmen können. Vielen Dank an die Helfer und Mitarbeiter der galvanische Zone, die bei teils eisigen Temperaturen die Zone am Leben erhalten haben!

Die galvanische Zone in der Lokalzeit Ruhr

Die galvanische Zone ist nun gestartet. Eine Variante meiner “Observed”-Installation ist als Beitrag zur galvanischen Zone im “Datenfenster” in den Parcour integriert. Noch bis zum 26.11.2016 ist die Teilname möglich. Tickets und weitere Infos gibt es hier: http://die-galvanische-zone.de/?page_id=92

Update 18.11.2016: Leider sind alle Termine schon ausverkauft!

Wer noch zur Teilnahme motiviert werden möchte, klicke einfach auf das Video in der Mediathek:

Das Video wird direkt aus der Mediathek des WDR abgespielt und ist verfügbar bis zum 10.11.2017. Update 2018: Das Video findet sich nun auch bei Vimeo!

Die galvanische Zone – Audiovisueller Parcours City Nord Essen 5.-26. November 2016

Ich freue mich auf “Die galvanische Zone“, einen audiovisuellen Parcours in der City Nord in Essen, in der auch eine Arbeit von mir zu sehen sein wird. Der Parcours ist vom 5. bis zum 26. November 2016 besuchbar. Es lohnt sich!

Plakat - Die galvanische Zone

Plakat: Jens Weber

Auf der Webseite der galvanischen Zone gibt es unter “work” auch schon ein Foto von den Vorbereitungen.

Treffen mit den Akteuren der galvanischen Zone

Im Gespräch mit den Akteuren der galvanischen Zone © 2016 Die Galvanische Zone

Frühzeitig Karten sichern unter: http://die-galvanische-zone.de/?page_id=92

Observed 4 für die Extraschicht – Nacht der Industriekultur 2016

Da das Depot Spielort der Extraschicht – Nacht der Industriekultur 2016 am 25.6.2016 war, sind auch viele Ateliers für dieses Event geöffnet gewesen. Wir im Büro 14 waren auch dabei. Heike Kollakowski hat einen Handlettering-Workshop angeboten und ich habe die Gelegenheit genutzt, um die Installation Observed 4 auszustellen. Mit dem sehr engagierten Publikum gab es angeregte und auch kontroverse Diskussionen.

Observed 4 für die Extraschicht - Nacht der Industriekultur

Observed 4 für die Extraschicht – Nacht der Industriekultur

Audio für die “generated”- Installation

Der Live-Stream der Installation „generated“ war nur während der Ausstellungszeiten der offenen Ateliers Dortmund 2016 verfügbar. Hier gibt es aber kurze Aufzeichnung der computergenerierten selbstähnlichen Musik der Installation zum Anhören oder Download.

Die Musik wurde mit Pure Data extended erzeugt. Der Pure Data „Patch“  basiert auf auf einem großartigen Patch von Martin Brinkmann, der von mir um eine Open Sound Control (OSC)  und eine Schnittstelle zum Icecast Streaming Server ergänzt wurde. Der Sound des einzigen eingesetzten Synthesizer-Moduls kann mit einem Smartphone per OSC modifiziert werden. Der Musikgenerator von Martin Brinkmann (hier gibt es Ambient-Musik von ihm!) verwendet die fraktale Kompositionsmethode von Lars Kindermann, die dieser für “musinum” implementiert hat. Auch die Idee zu selbstähnlicher Musik stammt ursprünglich von Lars Kindermann, auf dessen Webseite ich auch schon einmal vor einigen Jahren das Projekt PALAOA bei Recherchen zu einer geplanten Teilnahme an Arctic Perspective gefunden hatte.

observed 3 Screenshot

observed 3 Screenshot

Impressionen von den offenen Ateliers 2016

"Generated"

“Generated” Audio-Video-Installation

 

Observed 3

“Observed 3″ Interaktive Video-Installation

 

 robotnet-Stempel

Mal ganz analog: Ein robotnet-Stempel enstanden bei den offenen Atliers

 

Teilnahme an den offenen Ateliers Dortmund 2016 – Westlich der B54: 28./29. Mai 2016

Am 21.05.2016 starten die Offenen Ateliers 2016 in Dortmund, die in diesem Jahr aufgrund der Teilnehmerzahl zum ersten Mal an zwei Wochenenden stattfinden. Los geht es dieses Mal mit allen Ateliers und Galerien, die östlich der B54 liegen. Diese Ateliers sind am Samstag den 21.5. von 15-20 Uhr und am Sonntag von 11–18 Uhr geöffnet.

Am Samstag den 28.05. und Sonntag den 29.5. öffnen dann alle Künstler westlich der B54 ihre Türen.

Da der Kulturort Depot an der Immermannstraße 29 knapp westlich der B54 liegt, und ich seit über einem Jahr meinen kleinen Atelierplatz im Büro 14 habe, werde ich mich hier am 28.05. ab 15 Uhr gemeinsam mit der Künstlerin Heike Kollakowski auf interessierte Besucher freuen!

Die Öffnungszeiten an beiden Wochenenden:
samstags 15–20 Uhr
sonntags 11–18 Uhr

Und hier noch einmal die Termine für die Offenen Ateliers 2016:
Östlich der B54: 21./22. Mai 2016
Westlich der B54: 28./29. Mai 2016

Während der Ausstellung gibt es einen Audio-Live-Stream zu einer Installation. Es handelt sich dabei um computergenerierte selbstähnliche Musik, die über Kopfhörer an der Installation gehört werden kann. Der Stream ist aber auch während der Öffnungszeiten weltweit mit jedem Rechner und jedem Smartphone abrufbar. Moderne Smartphones spielen den Stream direkt im Browser ab, ohne das spezielle Audio-Software erforderlich ist.

Alternativ direkt den URL anklicken:

http://zehn23.selfhost.eu:8000/live.mp3

Installation "generated"

Audio/Video -Installation “generated” – Schatten- und Prismenspiel durch Rückprojektion auf Transparentpapier

Der URL des Live-Streams als QR-Code

Der URL des Live-Streams als QR-Code

Installation “Observed 2″ beim “ON/LIVE – Das Theater der Digital Natives” Symposium im FFT-Düsseldorf

Am 30.1.2016 hatte ich die Gelegenheit, meine Installation “Observed 2″ im Rahmen des  ON-LIVE-Symposium des FFT (Forum Freies Theater) in Düsseldorf zu präsentieren. Beim Symposium ging es um Fragen und Thesen zur Kunst in der digitalen Gesellschaft. Neben einem Beitrag von mir zu den Lightning Talks zu digitaler Privatsphäre, konnte ich auch “Observed” in einer neuen Variante “2″ mit live eingeblendeten Namen von WLAN-Netzen, nach denen Smartphones in der Nähe der Installation gesucht haben, präsentieren.

Abblildung der Installation "Observed" mit Live-Hacking Komponente

Installation “Observed 2″ mit Live-Hacking Komponente (sichtbare MAC-Adressen wurden durch Bildbearbeitung nachträglich anonymisiert)

Die Live-Daten werden mittels “tshark” (Terminal basiertes Wireshark) aus den WLAN-Profilen von Smartphones in WLAN-Reichweite gewonnen, die ständig nach bekannten WLAN-Netzen in ihrer Umgebung suchen. Auf diese Weise sind Smartphones eindeutig identifizierbar (Fingerprinting). Dieses Verfahren wird auch in Geschäften und Ladenlokalen eingesetzt, um Kunden zu identifizieren und wieder zuerkennen. Dem Betrachter sollen diese überraschenderweise öffentlich sichtbaren Daten bewusst machen, dass seine Anonymität durch sein Smartphone beeinträchtigt wird und er/sie nicht nur visuell durchleuchtet wird.